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Interview mit Bonn Park
06. Dez 2018 von Theater

In den unendlichen Weiten des Internets sind wir auf ein schönes Interview mit Bonn Park, dem Autor unseres aktuellen Stücks »Das Knurren der Milchstraße«, aus dem Mai 2017 gestoßen, das wir gerne mit euch teilen möchten:

Interview Bonn Park
Quelle: theatertreffen-blog.de

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Stellungnahme der FTH Interessengemeinschaft

Honoraruntergrenze für Künstler*innen

Zum diesjährigen Best OFF - Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen waren fünf freie Theatergruppen aus Hannover eingeladen. Ein Gütesiegel, das die freie Szene Hannovers sehr freut und zum Prestige der Stadt Hannover beiträgt. Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen, unterstrich in seiner Eröffnungsrede: „... wie wichtig freies Theater als Impulsgeber ist – auch dafür, die Kunst immer weiterzuentwickeln.“  Johannes Kirsten, Dramaturg am Schauspiel Hannover und Mitglied der Best OFF Auswahljury, wies darauf hin: “Die Stadt- und Staatstheater erhalten inzwischen zahlreiche Impulse aus der freien Szene, die ihre Themen oft deutlich beherzter jenseits eines etablierten Theaterkanons wählen. Eine solche Vielheit von Formen, Inhalten und Ästhetiken bereichert die gesamte Theaterlandschaft.“ Und schließt im Folgenden daraus, dass sich die Bedingungen der freien Theaterszene deutlich verbessern müssen.

Damit hat er Recht! 

Aber das, was Johannes Kirsten formuliert, ist nur mit einer ausreichenden Förderung und einer Garantie bezüglich der Honoraruntergrenzen für Künstler*innen zu gewährleisten.  Der innovative Ideenpool, die kollektiven Arbeitsstrukturen, die Umsetzung neuer ästhetischer Formate, internationale Kooperationen, die Erschließung kunstferner Publikumsstrukturen und divers besetzte Ensembles sind nur einige der herausragenden Merkmale der freien Theaterszene Hannovers. Die Vielschichtigkeit der freien Theater ist ein wesentlicher Baustein in Hannovers Kultur und schärft deren Profil auch über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus. 

Die aktuelle Realität sieht allerdings so aus:

Die Qualität der freien Theaterarbeit in Hannover ist in Gefahr. Seit die Honoraruntergrenze ab 2017 bei den Projektrealisierungen eingehalten wird, gab es einen signifikanten Einbruch der Förderquote von 60% auf 43% in.  Das zu unterstützende Ziel der Honoraruntergrenze - nämlich eine weniger skandalöse  Unterbezahlung der Künstler*innen - wurde hier verfehlt, da die Summe der zu verteilenden Fördergelder die gleiche geblieben ist und lediglich in der Realisierung von weniger Projekten mündet, von denen die größtenteils selbstständigen Künstler*innen leben.

Die Nicht-Erhöhung der Fördermittel seit der Einhaltung der Honoraruntergrenze hat unter anderem zur Folge, dass bei der Mehrzahl der freien Theater die finanzielle Basis für weitere Anträge fehlt. Aufgrund dieses Dominoeffektes gelingt es selten, eine weitere Inszenierung ohne eine städtische Förderung umzusetzen. Dies führt zum einen zu einer Minimierung freier Theaterkunst in der Stadt zum anderen gefährdet es die persönliche Existenz von Theaterschaffenden in Hannover. Weniger Projekte führen zu weniger Beschäftigung und damit den Einzelnen ins Prekariat.  In dieser Situation können die Kuratoren und die Theaterbeiräte nur Verwalter des Mangels sein.

Das heißt:

Wenn also die Existenz des freien Theaters gesichert und seiner Entwicklung eine Zukunft gegeben werden soll, muss der Fördertopf für die freie Darstellende Kunst in Hannover deutlich erhöht werden. Es geht um den Erhalt der vielfältigen Kulturszene Hannovers! Insbesondere im Rahmen der Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt Europas kann und sollte die freie Theaterszene mit ihrem Potential eine maßgebliche Rolle spielen. Aber dafür müssen die Bedingungen geschaffen werden!

Die freien Theater Hannover fordern hiermit eine Verdopplung der Fördermittel für Projekt- und Grundförderung.

auch gepostet auf freies-theater-hannover.de

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Schön genug..?
12. Mai 2018 von Jonas

Während unserer Recherche zu »Der letzte Nerv« hat uns jemand auf dieses Lied aufmerksam gemacht - keine Ahnung, ob's den Weg ins Projekt findet aber ich hab heute einfach mal damit herumprobiert.

 


auch gepostet auf jonasvietzke.de/blog

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Während der Proben...
27. Mär 2018 von Theater

Während der Proben zu »Bielefelder Königinnen« entstand dieses kleine Filmchen mit Taxi-Biest Mirko. :) 

Premiere feiert das neue Projekt über Mütter und Männer (sprich: Söhne) am 13. April - Karten gibt's jetzt zu reservieren!

 

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Spielzeitplanung 2018
02. Sep 2017 von Theater

Es ist geschafft - unsere Spielzeit 2018 ist geplant und ausformuliert und wartet nun darauf, von unseren Förderern studiert und dann hoffentlich für fördernswert befunden zu werden. 

(Wir haben uns dafür eine Woche Vorstellungspause eingeplant, ab dem 6. September wird aber wieder weiter durch den > Bau gefightet.) 

Es ist ein schönes Paket geworden, was wir da fürs nächste Jahr geschnürt haben - was genau drin steckt, das muss aber leider noch ein bisschen Geheimnis bleiben, bis die ersten Förderentscheidungen stehen und wir konkret in Vorproduktion gehen können...

Es dürfen also gerne wieder Daumen gedrückt werden! ;)

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Dachs fällt aus
17. Aug 2017 von Lena

Dachs fällt aus... so ein Mist. Liebe Zuschauer, es tut mir sehr leid, wenn Ihr eine der betroffenen Vorstellungen besuchen wolltet und Euch nun ärgert. Was ist da los bei uns ?

Vielleicht habt Ihr schon mitbekommen, dass unser Stück ziemlich viel Körpereinsatz von uns fordert- es heißt ja nun auch schon im Untertitel "Fight Club Dachs" - und da habe ich ein paarmal ziemlich Pech gehabt und nun eine verrenkte Halswirbelsäule, die mir ganz schön Probleme macht. Aber so ist das nunmal, Theater ist eben live und in mindestens 3D und mit echten Menschen, die meistens auch keine Doppelbesetzung haben ( abgesehen vielleicht von Oper und Musical) und somit eben auch ausfallen können. Das machen wir nicht leichtfertig, denn schließlich bekommen wir dann auch keine Gage, von Applaus ganz zu schweigen-  und ihr bekommt keine Vorstellung. Doch da unser Körper in all seinen Funktionen als so ziemlich das Einzige wirklich unerlässlich ist für unsere Kunst und noch eine Weile mitmachen soll, bitten wir/ich Euch um Euer Verständnis, wenn wir hier Rücksicht auf ihn nehmen.

Wir versuchen alle betroffenen Zuschauer kurzfristig per Mail oder Telefon zu erreichen, wenn etwas ausfällt. Falls Ihr trotzdem unsicher seid, wie es mit Euren gebuchten Vorstellungen aussieht, schaut im Zweifelsfall einfach nochmal auf der Homepage vorbei, ob die Vorstellung auch stattfindet.

Wir hoffen, Ihr bleibt uns dennoch treu und findet einen anderen passenden Termin, um unseren Dachsbau zu besuchen!

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Rezeptvorschlag: Dachs an Mulch
31. Jul 2017 von Lena

Rezept: Dachs an Mulch


Für diese traditionsreiche deutsche Speise brauchen Sie

1-3 ausgewachsene Dachse und

20 Säcke feinsten Rindenmulch a 60 l 

sowie einige Wochen Zeit

und eine Halfpipe



Breiten Sie den Mulch an einem geheimen Ort aus. Bemerken Sie den feinen Erdgeruch: aaaah, das ist gut!! Packen Sie nun die Dachse aus und jagen Sie diese über den Mulch. Sie sollen schön schwitzen und Muskeln ansetzen, denn Fett lässt sie tranig schmecken. Der Schweiß mischt sich mit dem Mulch und sorgt für das gute Aroma von feinstem Faulgeruch. Ziehen Sie die Dachse schön an und ermuntern Sie diese, sich zu wälzen und sich zu boxen: das Adrenalin sorgt für den rechten Geschmackskick. Lassen Sie den Mulch allmählich trocknen, bis er zu stauben beginnt und der Staub sich auf den Dachsen absetzt. Nun ist der Geruch verschwunden, daher wässern Sie den Mulch regelmäßig, damit die Dachse nicht laut zu husten anfangen und alles vermasseln, denn sie stehen unter Naturschutz und dürfen eigentlich nicht gegessen werden!
Wenn sie schön stramm aussehen, schrubben Sie sie mit dem Mulch ab und ziehen ihnen das Fell über die Ohren. Daraus lassen sich prima Puschen oder Antennenpuschel machen. Ihr Fleisch braten Sie dann bei sengender Sommerhitze in der Halfpipe auf dem Glockseehof. Dort brauchen Sie sie nur leicht anschubsen und sie wenden sich von selbst. Gewürze sind durch die auch mürbe machende Mulch-marinade völlig überflüssig- die Dachse schmecken pur am besten.

Dazu empfehlen wir 1-8 kühle Herrenhäuser oder einen guten Schluck feinstes Ihme-Hochwasser.

Guten Appetit!

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Das ist der Gipfel!!
02. Jul 2017 von Lena

Das ist ja wohl der Gipfel!! Heute schrieb ich mit unserem wunderbaren Grafiker aus Hamburg, der unsere tollen Postkarten und Plakate entwirft, denn auch für die neue Produktion "Der Bau oder die Gründung des Fight Club Dachs" soll wieder ein passendes Motiv gefunden werden. Im besten Falle eins, was er auch live abfotografieren und dann bearbeiten kann. Mal sind es Alltagsgegenstände, mal etwas, das aufwändiger bestellt oder gefunden werden muß, aber immer eben von der Größe her so, dass er es in der Wohnung fotografieren kann. Oft sammeln wir ein paar Ideen und probieren aus, bevor das Passende gefunden wird. So hatten wir auf unserer Wunschliste fürs aktuelle Stück auch einiges an "aggressiveren" Motiven, wie einen schönen Baseballschläger oder ein feines Pfefferspray, ein paar sexy Boxhandschuhe oder eine schicke Bärenfalle. Normalerweise alles kein Problem. Wäre da nicht der G20 Gipfel- und unser lieber Herr Grafiker Anwohner der Sperrzone in Hamburg !! Also stand diesmal unter den Entwürfen auch etwas wie "Umsetzung: in diesen Tagen leider etwas schwierig bis unmöglich!"

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, als ich im Geiste unseren armen Grafiker, das verdächtige Plakatobjekt unter der Jacke versteckt, von Schatten zu Schatten in dunkler Nacht durchs Caroviertel hüpfen sah, immer in der Angst, gleich als Gipfelstürmer und Schwerverbrecher verhaftet zu werden, bevor er seine Wohnung erreicht.

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln...Aber n bisschen lustig ist es auch. Oder traurig? Ich muß noch drüber nachdenken....Absurd ist es in jedem Fall:-)

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last bird standing
26. Mai 2017 von Lena

„Raskolnikow- humanity is overrated“ - ein Stück über die Entstehung menschenverachtender Ideologien und Attentäter - ist ein bildgewaltiges Stück, es brummt und brüllt und beißt dich manchmal regelrecht in die Ohren. Doch zwischen den emotionalen Spielszenen gibt es immer wieder Momente der Stille: Eine unbeantwortete Frage schwebt im Raum. Eine Sprachlosigkeit macht sich breit. Immer wieder fehlen die Worte oder finden den Weg nicht in den gesprochenen Ausdruck. Raskolnikow selbst spricht ohnehin fast nur, wenn er allein ist, im entscheidenden Moment, in dem er sich an seine Freunde wenden könnte, kriegt er kein Wort raus. Mit den Fremden in der Kneipe „Irgend“ und „Jemand“ geht es zwar leichter- doch hier sind es nur Zitate anderer, die den Weg aus ihm heraus finden.

Vielleicht sind diese Phasen der Stille auch ein Ausdruck unserer eigenen Sprachlosigkeit angesichts der Gewalt, die sich in diesen Zeiten immer wieder Bahn bricht. Manches verwandeln wir Künstler und finden eine Form dafür auf der Bühne, die uns für ein paar Momente aufatmen lässt. Oder lachen. Oder Abstand finden. Oder eine Lösung sehen für den ganzen Irrsinn. Doch manches bleibt wohl einfach in der Luft zwischen uns schweben und bleibt unaussprechlich, bleibt nur fühlbar diffus.

Die Bühne mündet in den Hinterhof des Glockseeareals, wo sich auch der Notausgang befindet, der direkt über unseren kleinen Hintergarten in den Hof führt. Manchmal hört man die Menschen im Hof gedämpft reden, auch während der Vorstellung. Doch am lautesten ist im Mai ein kleiner Piepmatz, der wohl sein Nest direkt über der Tür gebaut hat. In der Dämmerung piept und pfeifft er nochmal richtig um alles loszuwerden bevor er schlafen geht. Da sind wir in der Vorstellung oft in den letzten Szenen angekommen und es tschilpt und zwitschert in unsere Stille hinein. In unsere Sprachlosigkeiten, die zwischen uns stehen und um die sich der Vogel einen Vogeldreck schert: Es ist Frühling und das Leben geht weiter und lockt uns mit den nahenden Sommerabenden auf Wiesen und Balkonen, mit Freunden im Garten und Blicken in den blauen Himmel, vom dem jeder ein Fleckchen abkriegen sollte.
Zur heutigen letzten Vorstellung ziehen wir hier unseren Hut vor unserem „Last bird standing“ und bedanken uns für 15 Vorstellungen standhafte Positivität angesichts aller Herausforderungen, die vor uns liegen...

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der kommt auch immer wieder...
25. Apr 2017 von Jonas

Am letzten Samstag, nach unserer zweiten (leicht verkaterten aber dennoch sehr schönen) Raskolnikow-Vorstellung, hatte ich eine kleine Begegnung, die ich euch gerne noch erzählen wollte:

Ich stand vor der Theatertür, um eine zu rauchen; draußen war es schon dunkel, drinnen im warmen Foyer blubberten noch gemütliche Gespräche nach der Vorstellung vor sich hin, als plötzlich aus dem Dunkel des Glocksee-Eingangs ein paar schlurfende Winterstiefel an der Mauerecke erschienen. Je weiter sie schluften, um so mehr wurde sichtbar: Dicke Winterjacke, darunter viel Bauch, dann ein grauweißer Straßenrauschebart und eine Mütze darüber: Ein wenig aus der Welt gefallen wirkte er, der alte Herr, der da schweigend um die Ecke kam und Richtung Hof marschierte. So eine dieser grauen Straßenerscheinungen, die man (leider) so häufig übersieht.

Ich grüßte leise, ohne ihn zu kennen. Er ging ein paar Schritte und betrachtete dann unser Plakat an der Hauswand.

»...Raskolnikow. Ja...« sagte er. »...der kommt auch immer wieder.«

Dann drehte er sich mir zu.

»Dieser Typ mit dem Sprengstoff, mit dem Fußballbus... das war auch so ein Raskolnikow.« sagte er. Und verschwand wieder ebenso leise in die Nacht, wie er erschienen war.

Und ließ mich verblüfft und mit einem erstaunten Lächeln vor der Tür zurück.

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Folge 7
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