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Niedersächsische Erklärung DIE VIELEN
22. Mär 2019 von Theater

Wir sind Mitunterzeichner der niedersächsischen Erklärung der Vielen:

Ich wäre gerne auch weise

In den alten Büchern steht, was weise ist:

Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit

Ohne Furcht verbringen

Auch ohne Gewalt auskommen

Böses mit Gutem vergelten

Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen

Gilt für weise.

Alles das kann ich nicht:

Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!

Bertolt Brecht (1939)

Die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ist eine positive. Unser Land ist bunter geworden und weltoffener. Daraus resultieren neue Fragen zum gesellschaftlichen Miteinander, für die wir gemeinsam Antworten finden müssen. Diese Anstrengung wird allerdings zunehmend auch von Populist*innen unternommen, die Ängste schüren und die eingeschlagene Entwicklung zurückdrehen wollen. Diesen Kräften wollen die niedersächsischen Kulturinstitutionen mit ihrem Handeln entgegenwirken und sich mit vermittelnder und aufklärerischer Haltung einbringen. Demokratie ist nie ohne Widersprüche und muss täglich neu verhandelt und verteidigt werden. Als Kulturschaffende sind wir uns unserer Verantwortung diesbezüglich bewusst. Nach zwei Diktaturen auf dem Boden dieses Landes, der faschistischen Gewaltherrschaft mit immensen Verbrechen und einer sozialistischen Diktatur, sind wir in besonderer Weise sensibilisiert. Jeglicher ideologischen Bevormundung, menschenverachtenden Propaganda und extremistischen Bedrohung unserer freiheitlichen Gesellschaft treten wir entschieden entgegen, auch mit unserer künstlerischen Arbeit. Indoktrination, gleich welcher Art, wehren wir ab. Die Freiheit der Meinungsäußerung ist eine der wichtigsten Errungenschaften und Voraussetzungen unseres Gemeinwesens. Sie ist unabdingbar, gerade auch für die Kunst. Mit ihren gelegentlich auch provokanten Ideen und Utopien treibt sie die notwendige gesellschaftliche Entwicklung mit voran. Die vom Grundgesetz garantierten Rechte dabei vehement zu verteidigen, ist unsere Aufgabe. Dezidiert werden wir uns daher immer wieder ausdrücklich und mit den Mitteln der Kunst gegen die Diffamierung Andersdenkender, gegen rassistisch motivierte Gewalt, gegen die Unterdrückung sexueller Orientierungen, gegen Zensur und für das Recht auf freie Meinung positionieren. Mit dieser Haltung wollen wir gemeinsam mit vielen anderen Kulturinstitutionen in Deutschland dazu beitragen, unsere freiheitliche Grundordnung zu bewahren und damit auch die Freiheit der Künste.

Was wir konkret tun wollen:

  • Als Unterzeichner*innen sind Kultureinrichtungen, Kunstinstitutionen, Theater, Museen und Interessenvertretungen oder Verbände, Künstler*innengruppen sowie Einzelpersonen Eine Unterzeichnung ist natürlich auch noch nach der Veröffentlichung möglich.
  • Mit der Unterzeichnung erklären sich die Leitungspersonen oder das Leitungsteam bereit, den Text der Erklärung innerhalb der eigenen Organisation unter Mitarbeiter*innen, Ensemblemitgliedern, Kurator*innen, Publikum und Besucher*innen bekannt zu machen und zur Diskussion zu stellen.
  • Die Unterzeichnenden verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Akteur*innen der Künste, die durch Hetze und Eingriffe in die Freiheit der Kunst unter Druck gesetzt werden und wehren Versuche von wem auch immer ab, Kultur für eigene Zwecke zu instrumentalisieren.
  • Die Erklärung wird am 21. März 2019 auf der Internetseite, im Programmheft, als Aushang im Foyer, via Pressemitteilung usw. veröffentlicht, die Gestaltung der „Vielen“ wird in der Haus- und Webgestaltung aufgegriffen. Die Unterzeichner*innen werden auf der Homepage dievielen.de sichtbar gemacht.
  • Die Unterzeichnenden bleiben durch regelmäßige Treffen im Austausch miteinander und beteiligen sich an der bundesweiten Kampagne zur „Glänzenden Demonstration der Kunst und Kultur – Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!“ in Berlin am 19. Mai 2019. Sie führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über Strategien, die die Gesellschaft der Vielen angreifen und dadurch die demokratischen Grundwerte untergraben. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Institutionen den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.

Download der Erklärung > hier
Download English Version > here


Die Unterzeichnenden: (Stand 22.3.2019)


    •    Leibniz Universität Hannover, Dr. Ole Hruschka, Studiengang Darstellendes Spiel
    •    Schauspiel Hannover
    •    Schauspiel Hannover, Barbara Kantel, Leitung Junges Schauspiel/Dramaturgie
    •    Schauspiel Hannover, Sonja Anders, des. Intendantin
    •    Staatsoper Hannover
    •    Theatermuseum Hannover, Jutta Rawer
    •    Theatermuseum Hannover, Myriam Pechan
    •    TANZtheater INTERNATIONAL / Tanz und Theater e.V.
    •    Theaterhaus Hildesheim e. V.
    •    Staatstheater Braunschweig, Dagmar Schlingmann, Generalintendantin
    •    Staatstheater Braunschweig, Stefan Mehrens, Verwaltungsdirektor
    •    KulturFabrik Löseke, Stefan Könneke, Geschäftsführung
    •    Klecks-Theater Hannover e. V.
    •    KinderTheaterHaus Hannover
    •    Gesellschaft für Theaterpädagogik Niedersachsen e. V.
    •    Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin
    •    LAG Rock in Niedersachsen e. V.
    •    Deutsches Theater Göttingen, Erich Sidler, Intendant
    •    Deutsches Theater Göttingen, Sandra Hinz, Verwaltungsdirektorin
    •    Landesverband Freier Theater in Niedersachsen
    •    ZUKUNFTSWERKSTATT IHME-ZENTRUM e.V.
    •    Oldenburgisches Staatstheater, Christian Firmbach, Generalintendant
    •    Oldenburgisches Staatstheater, Gesine Geppert, Leiterin Sparte 7
    •    Oldenburgisches Staatstheater, Peter Hailer, Schauspieldirektor
    •    Orchester im Treppenhaus
    •    Feinkost Lampe - der Laden für RaumKlangPflege
    •    Kestner Gesellschaft, Christina Végh, Direktorin
    •    KunstFestSpiele Herrenhausen, Ingo Metzmacher, Intendant
    •    KunstFestSpiele Herrenhausen, Stephan Buchberger, Chefdramaturg
    •    KunstFestSpiele Herrenhausen, Marlies Leibitzki, Betriebsdirektorin
    •    Kulturforum der Sozialdemokratie in der Region Hannover e.V., Marlis Drevermann, Vorsitzende
    •    Kulturforum der Sozialdemokratie in der Region Hannover e.V., Harald Schandry, stv. Vorsitzender
    •    Agentur für Weltverbesserungspläne - Freies Theater Hannover, Ulrike Willberg, Regisseurin
    •    Agentur für Weltverbesserungspläne - Freies Theater Hannover, Kathrin Reinhardt, Schauspielerin
    •    Agentur für Weltverbesserungspläne - Freies Theater Hannover, Nicholas Stronczyk, Bühnenbildner
    •    Literaturhaus Hannover, Kathrin Dittmer, Leiterin
    •    Festival Theaterformen, Martine Dennewald, Künstlerische Leiterin
    •    THEATER AN DER GLOCKSEE, Jonas Vietzke, Künstlerische Leitung
    •    THEATER AN DER GLOCKSEE, Milena Fischer-Hartmann, Künstlerische Leitung
    •    Museen für Kulturgeschichte der Landeshauptstadt Hannover, Prof. Dr. Thomas Schwark, Direktor
    •    kargah e. V.
    •    Landerer&Company
    •    Kunstverein Hannover, Kathleen Rahn, Direktorin
    •    Kunstverein Hannover, Sergey Harutoonian, Kurator
    •    Kunstverein Hannover, Olga Isaeva, Pressesprecherin
    •    IQ - Interessengemeinschaft Kultur Hildesheim e.V.
    •    Literaturhaus St. Jakobi, Dirk Brall, Intendant
    •    Theater für Niedersachsen, Jörg Gade, Intendant
    •    Musikschule Hildesheim e. V., Detlef Hartmann, Musikschulleiter
    •    Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen e. V.
    •    Forum für Kunst und Kultur e.V., Heersum, Jürgen Zinke, Geschäftsführung
    •    Forum für Kunst und Kultur e.V., Heersum, Susanne Kämmerer, Vorsitzende
    •    Netzwerk Kultur & Heimat e.V., Hildesheim, Sabine Zimmermann, Geschäftsführung
    •    Netzwerk Kultur & Heimat e.V., Hildesheim, Jürgen Zinke, Vorsitzender
    •    Schlosstheater Celle, Andreas Döring, Intendant

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Neues Leitungsteam 2019
04. Jan 2019 von Theater

Pressemitteilung: Generationswechsel am THEATER an der GLOCKSEE

Mit Beginn des Jahres 2019 komplettiert sich am 30 Jahre alten THEATER an der GLOCKSEE ein in der freien Theaterszene Hannovers bislang einzigartiger Generationswechsel:

Lena Kußmann (Schauspielerin und Regisseurin, Jahrgang 1979) und Jonas Vietzke (Schauspieler und Regisseur, Jahrgang 1980) bilden zukünftig gemeinsam mit Milena Fischer-Hartmann (Regisseurin, Jahrgang 1982) das neue Leitungsteam.
Lena Kußmann und Jonas Vietzke stiegen bereits 2012 in die Künstlerische Leitung des Theaters ein und sind seitdem maßgeblich für die neue Programmatik und künstlerische und konzeptionelle Ausrichtung des Hauses verantwortlich und setzten das in die Jahre gekommene Theater erfolgreich auf neuen Kurs.

Milena Fischer-Hartmann lernte die beiden bereits vor einigen Jahren durch gemeinsame Theaterkontakte kennen und 2017 kam es mit dem Projekt »Der Bau oder die Gründung des Fight Club Dachs« (Regie: Fischer-Hartmann) zur ersten Zusammenarbeit.

Unter dem Motto »komm näher« will das neue Leitungsteam das Theater weiter öffnen und in den angrenzenden Stadtteilen verankern. Offene »SALONs« werden ab Februar 2019 an Dienstagabenden als neues Format im gemütlichen Foyer und einen neuen Kultur-Treffpunkt in der Stadt eröffnen. Neben drei Eigenproduktionen pro Jahr soll es darüber hinaus zu größerem überregionalen Austausch mit Gruppen, Theatern und Akteur*innen aus anderen Städten kommen.
Alle drei Leitungsmitglieder*innen waren bislang sowohl in Stadt- und Staatstheatern als auch in der freien Szene tätig. Für sie liegt daher die Stärke ihres freien Theaters nicht in der Abgrenzung, sondern im Austausch und in der Diffusion der unterschiedlichen Theatersysteme. Die Form folgt dabei vor allem dem Inhalt aber auch der Lust und darf sich, auch durch den am THEATER an der GLOCKSEE besonders direkten Kontakt zwischen Publikum und Künstler*innen, stetig verändern und neu erfinden – ebenso wie es der wandelbare Bühnenraum mit fast jeder Inszenierung tut.

Schauspielerin und Gründungsmitglied Helga Lauenstein, die sich Ende 2018 aus der Theaterleitung zurückzog, übergibt damit das Haus einer neuen Generation, wird dem Theater aber weiterhin als Schauspielerin erhalten bleiben.
Am 5. Februar lädt das neue Team alle Interessierten und Neugierigen ab 19 Uhr ins Theaterfoyer zum »SALON Nr. 1« ein, um die Pläne, die kommenden Projekte und die Künstler*innen selbst kennenzulernen.

> Pressemitteilung als Download

Leitungsteam ab 2019 - Kußmann, Vietzke, Fischer-Hartmann

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Interview mit Bonn Park
06. Dez 2018 von Theater

In den unendlichen Weiten des Internets sind wir auf ein schönes Interview mit Bonn Park, dem Autor unseres aktuellen Stücks »Das Knurren der Milchstraße«, aus dem Mai 2017 gestoßen, das wir gerne mit euch teilen möchten:

Interview Bonn Park
Quelle: theatertreffen-blog.de

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Stellungnahme der FTH Interessengemeinschaft

Honoraruntergrenze für Künstler*innen

Zum diesjährigen Best OFF - Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen waren fünf freie Theatergruppen aus Hannover eingeladen. Ein Gütesiegel, das die freie Szene Hannovers sehr freut und zum Prestige der Stadt Hannover beiträgt. Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen, unterstrich in seiner Eröffnungsrede: „... wie wichtig freies Theater als Impulsgeber ist – auch dafür, die Kunst immer weiterzuentwickeln.“  Johannes Kirsten, Dramaturg am Schauspiel Hannover und Mitglied der Best OFF Auswahljury, wies darauf hin: “Die Stadt- und Staatstheater erhalten inzwischen zahlreiche Impulse aus der freien Szene, die ihre Themen oft deutlich beherzter jenseits eines etablierten Theaterkanons wählen. Eine solche Vielheit von Formen, Inhalten und Ästhetiken bereichert die gesamte Theaterlandschaft.“ Und schließt im Folgenden daraus, dass sich die Bedingungen der freien Theaterszene deutlich verbessern müssen.

Damit hat er Recht! 

Aber das, was Johannes Kirsten formuliert, ist nur mit einer ausreichenden Förderung und einer Garantie bezüglich der Honoraruntergrenzen für Künstler*innen zu gewährleisten.  Der innovative Ideenpool, die kollektiven Arbeitsstrukturen, die Umsetzung neuer ästhetischer Formate, internationale Kooperationen, die Erschließung kunstferner Publikumsstrukturen und divers besetzte Ensembles sind nur einige der herausragenden Merkmale der freien Theaterszene Hannovers. Die Vielschichtigkeit der freien Theater ist ein wesentlicher Baustein in Hannovers Kultur und schärft deren Profil auch über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus. 

Die aktuelle Realität sieht allerdings so aus:

Die Qualität der freien Theaterarbeit in Hannover ist in Gefahr. Seit die Honoraruntergrenze ab 2017 bei den Projektrealisierungen eingehalten wird, gab es einen signifikanten Einbruch der Förderquote von 60% auf 43% in.  Das zu unterstützende Ziel der Honoraruntergrenze - nämlich eine weniger skandalöse  Unterbezahlung der Künstler*innen - wurde hier verfehlt, da die Summe der zu verteilenden Fördergelder die gleiche geblieben ist und lediglich in der Realisierung von weniger Projekten mündet, von denen die größtenteils selbstständigen Künstler*innen leben.

Die Nicht-Erhöhung der Fördermittel seit der Einhaltung der Honoraruntergrenze hat unter anderem zur Folge, dass bei der Mehrzahl der freien Theater die finanzielle Basis für weitere Anträge fehlt. Aufgrund dieses Dominoeffektes gelingt es selten, eine weitere Inszenierung ohne eine städtische Förderung umzusetzen. Dies führt zum einen zu einer Minimierung freier Theaterkunst in der Stadt zum anderen gefährdet es die persönliche Existenz von Theaterschaffenden in Hannover. Weniger Projekte führen zu weniger Beschäftigung und damit den Einzelnen ins Prekariat.  In dieser Situation können die Kuratoren und die Theaterbeiräte nur Verwalter des Mangels sein.

Das heißt:

Wenn also die Existenz des freien Theaters gesichert und seiner Entwicklung eine Zukunft gegeben werden soll, muss der Fördertopf für die freie Darstellende Kunst in Hannover deutlich erhöht werden. Es geht um den Erhalt der vielfältigen Kulturszene Hannovers! Insbesondere im Rahmen der Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt Europas kann und sollte die freie Theaterszene mit ihrem Potential eine maßgebliche Rolle spielen. Aber dafür müssen die Bedingungen geschaffen werden!

Die freien Theater Hannover fordern hiermit eine Verdopplung der Fördermittel für Projekt- und Grundförderung.

auch gepostet auf freies-theater-hannover.de

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Schön genug..?
12. Mai 2018 von Jonas

Während unserer Recherche zu »Der letzte Nerv« hat uns jemand auf dieses Lied aufmerksam gemacht - keine Ahnung, ob's den Weg ins Projekt findet aber ich hab heute einfach mal damit herumprobiert.

 


auch gepostet auf jonasvietzke.de/blog

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Während der Proben...
27. Mär 2018 von Theater

Während der Proben zu »Bielefelder Königinnen« entstand dieses kleine Filmchen mit Taxi-Biest Mirko. :) 

Premiere feiert das neue Projekt über Mütter und Männer (sprich: Söhne) am 13. April - Karten gibt's jetzt zu reservieren!

 

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Spielzeitplanung 2018
02. Sep 2017 von Theater

Es ist geschafft - unsere Spielzeit 2018 ist geplant und ausformuliert und wartet nun darauf, von unseren Förderern studiert und dann hoffentlich für fördernswert befunden zu werden. 

(Wir haben uns dafür eine Woche Vorstellungspause eingeplant, ab dem 6. September wird aber wieder weiter durch den > Bau gefightet.) 

Es ist ein schönes Paket geworden, was wir da fürs nächste Jahr geschnürt haben - was genau drin steckt, das muss aber leider noch ein bisschen Geheimnis bleiben, bis die ersten Förderentscheidungen stehen und wir konkret in Vorproduktion gehen können...

Es dürfen also gerne wieder Daumen gedrückt werden! ;)

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Dachs fällt aus
17. Aug 2017 von Lena

Dachs fällt aus... so ein Mist. Liebe Zuschauer, es tut mir sehr leid, wenn Ihr eine der betroffenen Vorstellungen besuchen wolltet und Euch nun ärgert. Was ist da los bei uns ?

Vielleicht habt Ihr schon mitbekommen, dass unser Stück ziemlich viel Körpereinsatz von uns fordert- es heißt ja nun auch schon im Untertitel "Fight Club Dachs" - und da habe ich ein paarmal ziemlich Pech gehabt und nun eine verrenkte Halswirbelsäule, die mir ganz schön Probleme macht. Aber so ist das nunmal, Theater ist eben live und in mindestens 3D und mit echten Menschen, die meistens auch keine Doppelbesetzung haben ( abgesehen vielleicht von Oper und Musical) und somit eben auch ausfallen können. Das machen wir nicht leichtfertig, denn schließlich bekommen wir dann auch keine Gage, von Applaus ganz zu schweigen-  und ihr bekommt keine Vorstellung. Doch da unser Körper in all seinen Funktionen als so ziemlich das Einzige wirklich unerlässlich ist für unsere Kunst und noch eine Weile mitmachen soll, bitten wir/ich Euch um Euer Verständnis, wenn wir hier Rücksicht auf ihn nehmen.

Wir versuchen alle betroffenen Zuschauer kurzfristig per Mail oder Telefon zu erreichen, wenn etwas ausfällt. Falls Ihr trotzdem unsicher seid, wie es mit Euren gebuchten Vorstellungen aussieht, schaut im Zweifelsfall einfach nochmal auf der Homepage vorbei, ob die Vorstellung auch stattfindet.

Wir hoffen, Ihr bleibt uns dennoch treu und findet einen anderen passenden Termin, um unseren Dachsbau zu besuchen!

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Rezeptvorschlag: Dachs an Mulch
31. Jul 2017 von Lena

Rezept: Dachs an Mulch


Für diese traditionsreiche deutsche Speise brauchen Sie

1-3 ausgewachsene Dachse und

20 Säcke feinsten Rindenmulch a 60 l 

sowie einige Wochen Zeit

und eine Halfpipe



Breiten Sie den Mulch an einem geheimen Ort aus. Bemerken Sie den feinen Erdgeruch: aaaah, das ist gut!! Packen Sie nun die Dachse aus und jagen Sie diese über den Mulch. Sie sollen schön schwitzen und Muskeln ansetzen, denn Fett lässt sie tranig schmecken. Der Schweiß mischt sich mit dem Mulch und sorgt für das gute Aroma von feinstem Faulgeruch. Ziehen Sie die Dachse schön an und ermuntern Sie diese, sich zu wälzen und sich zu boxen: das Adrenalin sorgt für den rechten Geschmackskick. Lassen Sie den Mulch allmählich trocknen, bis er zu stauben beginnt und der Staub sich auf den Dachsen absetzt. Nun ist der Geruch verschwunden, daher wässern Sie den Mulch regelmäßig, damit die Dachse nicht laut zu husten anfangen und alles vermasseln, denn sie stehen unter Naturschutz und dürfen eigentlich nicht gegessen werden!
Wenn sie schön stramm aussehen, schrubben Sie sie mit dem Mulch ab und ziehen ihnen das Fell über die Ohren. Daraus lassen sich prima Puschen oder Antennenpuschel machen. Ihr Fleisch braten Sie dann bei sengender Sommerhitze in der Halfpipe auf dem Glockseehof. Dort brauchen Sie sie nur leicht anschubsen und sie wenden sich von selbst. Gewürze sind durch die auch mürbe machende Mulch-marinade völlig überflüssig- die Dachse schmecken pur am besten.

Dazu empfehlen wir 1-8 kühle Herrenhäuser oder einen guten Schluck feinstes Ihme-Hochwasser.

Guten Appetit!

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Das ist der Gipfel!!
02. Jul 2017 von Lena

Das ist ja wohl der Gipfel!! Heute schrieb ich mit unserem wunderbaren Grafiker aus Hamburg, der unsere tollen Postkarten und Plakate entwirft, denn auch für die neue Produktion "Der Bau oder die Gründung des Fight Club Dachs" soll wieder ein passendes Motiv gefunden werden. Im besten Falle eins, was er auch live abfotografieren und dann bearbeiten kann. Mal sind es Alltagsgegenstände, mal etwas, das aufwändiger bestellt oder gefunden werden muß, aber immer eben von der Größe her so, dass er es in der Wohnung fotografieren kann. Oft sammeln wir ein paar Ideen und probieren aus, bevor das Passende gefunden wird. So hatten wir auf unserer Wunschliste fürs aktuelle Stück auch einiges an "aggressiveren" Motiven, wie einen schönen Baseballschläger oder ein feines Pfefferspray, ein paar sexy Boxhandschuhe oder eine schicke Bärenfalle. Normalerweise alles kein Problem. Wäre da nicht der G20 Gipfel- und unser lieber Herr Grafiker Anwohner der Sperrzone in Hamburg !! Also stand diesmal unter den Entwürfen auch etwas wie "Umsetzung: in diesen Tagen leider etwas schwierig bis unmöglich!"

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, als ich im Geiste unseren armen Grafiker, das verdächtige Plakatobjekt unter der Jacke versteckt, von Schatten zu Schatten in dunkler Nacht durchs Caroviertel hüpfen sah, immer in der Angst, gleich als Gipfelstürmer und Schwerverbrecher verhaftet zu werden, bevor er seine Wohnung erreicht.

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln...Aber n bisschen lustig ist es auch. Oder traurig? Ich muß noch drüber nachdenken....Absurd ist es in jedem Fall:-)

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