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Remembering Rosie
11. Jul 2016 von Jonas

Am 11. Juni installierte unsere Außentruppe »Das wundersame Aktionsbündnis der Tante Trottoir« im Rahmen des Workshop-Programms »Positiver Aktionismus« Rosies Bett auf der Dornröschenbrücke in Linden. Einen ganzen Tag lang, von Sonnenauf- bis Untergang, lud die Installation Besucher und Passanten zum Träumen, Assoziieren und zum im Bett liegen ein, während Rosie selbst unsichtbar zart vor sich hin schnarchte.

Gegen 23 Uhr überließen wir, als Teil der Aktion in einem Vertrauensversuch, das Bett sich selbst und den Nächtschwärmen, und es hielt auch einige Stunden durch (das letzte Lebenszeichen empfingen wir via Instagram um ca. 2 Uhr nachts - siehe hier), in den frühen Morgenstunden wurde das Bett jedoch von vermutlich betrunken Party-Heimkehrern leider brutal zerstört. Ein Risiko, das uns bewusst war, aber das Experiment, wie lange etwas »Schönes« hier so überleben kann, war für uns ein wichtiger Teil der Aktion.

In den nächsten Tagen wurde in den Sozialen Netzwerken viel über die Aktion und die Zerstörung (»Skandal um Rosie!«) berichtet und diskutiert, was ihr z.B. hier nachlesen könnt. Und bei unserer Aufräumaktion (und dem Herausfischen einiger Überreste aus der Leine) kamen wir mit vielen Leuten ins Gespräch, die das Bild vom Vortag schon ganz in ihr Herz geschlossen hatten. Rosie wirkte noch einige Tage bei vielen nach.

Ein Video über die Aktion haben wir euch hier zusammengestellt - mehr findet ihr auch auf tantetrottoir.de/wakeuprose/.

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Zum Abschluss des dreitägigen Festivals des Bundes Deutscher Architekten hatten Lena und ich am Samstag die Ehre, das »Orchester im Treppenhaus« auf einem musikalischen Rundgang im Ihmezentrum szenisch einzurichten. Bei der Aktion und dem Festival ging es um die Zukunft des Ihmezentrums, unseres großen Betonnachbarn, und auch um Ansätze zukünftiger kultureller Nutzungsmöglichkeiten des Areals.

Trotz des ziemlich unsommerlichen Wetters konnten die sieben jungen Musiker (Respekt!!!) die Rundgänger und Besucher in ihren Bann ziehen und es entstanden sehr zauberhafte, poetische Bilder im rumpeligen Ambiente der Betonruine.

Hier habe ich euch ein kleines Video der Performance zusammengeschnitten:

Mehr über das Festival findet ihr auf ihmezentrum.org, mehr über das Orchester im Treppenhaus auf treppenhausorchester.de

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Mails of Love
19. Jun 2016 von Jonas

Seit einer Woche stecken wir in den Vorbereitungen zur nächsten Produktion »House of Love«, bei der wir uns gänzlich dem Thema »Liebe« widmen wollen. Mit einem tollen kreativen Team ging es nun in die Vorproben eines Projekts, das mal wieder von uns allen gemeinsam entwickelt wird und daher weder einen fertigen Stücktext, noch irgendeine existierende Vorlage besitzt - was ja für uns immer wieder ein spannender Prozess ist...

Und ein Prozess, an dem wir euch gerne teilhaben lassen möchten!

Daher haben wir unsere Produktionsbegleitung »very interested persons« wieder an den Start gebracht, bei der ihr eine exklusive EInführung in das Projekt und die Thematik bekommt und im September unsere Proben besuchen könnt UND wir haben die Minisite love.theaterglocksee.de geschaltet:

Hier könnt ihr euch mit eurer Mailadresse anmelden und seid damit im Verteiler für Gedanken, Hintergründe, weiterführende Links und immer wieder auch ein bisschen Liebe für die Dauer des Projekts und seiner Entstehung. Anders als im normalen Theater-Newsletter bekommt ihr dort sehr viel persönlichere und spontanere kleine Grüße aus der Probenarbeit und seid somit sehr viel näher an uns und am Projekt dran. Es lohnt sich also. ;)

Egal wo, wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!

LOVE LOVE LOVE
vom
Jonas

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Video der Zaungast-Aktion
31. Mai 2016 von Jonas

Am 21. Mai war Tante Trottoir mitsamt vielen tollen Helfern und Mitakteuren am Steintor aktiv - für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir hier ein paar Eindrücke der »Zaungast«-Aktion.

Mehr findet ihr auch unter tantetrottoir.de/zaungast.

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Lange Nacht ohne uns
24. Mai 2016 von Jonas

Lange Nacht der Theater und kein THEATER an der GLOCKSEE im Programm? Was ist denn da los?

Nun, die Antwort ist genauso simpel wie schade - denn dieses Jahr passte der Termin einfach mal so überhaupt nicht in unsere Jahresplanung: Unser Bühnenraum steckt im Umbau, wir selber stecken in den frühen Vorbereitung des nächsten Workshops und des neuen Projeks »House of Love« ... so dass wir dieses Jahr einfach leider keine Zeit für ein Lange-Nacht-Programm haben. :(

Aber da wir ja im letzten Jahr eigens für die Lange Nacht eine kleine Show entwickelt hatten, kam ich auf eine Idee, wie wir wenigstens im »digitalen Geiste« dabei sein können:

Am Samstag ab 17 Uhr schalten wir für euch auf bit.ly/lndt2016 nochmal die Aufzeichnung unserer Show vom letzten Jahr online - und da bleibt sie dann exklusiv anguckbar bis ca. Mitternacht!

Euch wünschen wir auf jeden Fall viel Spaß, viel tolles Theater und freuen uns, im nächsten Jahr wieder mit am Start zu sein! (Und vielleicht läuft man sich ja Samstagnacht auch irgendwo über den Weg.)

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Aktion »Zaungast«
17. Mai 2016 von Lena

Neulich im Zug musste unsere Tante Trottoir wieder ihren schönen Überseekoffer mit der Konfettikanone drin aus dem Weg räumen mit der Begründung: »Der Fluchtweg muss frei bleiben!«
Soll das ein Witz sein??

Vor dem Hintergrund der nun mehr oder weniger stillschweigend eintretenden Schließungen der EU-Außengrenzen, haben wir - auch als Ergebnis des ersten Workshops - eine neue, spontane und positive Aktion in Planung:
Am Samstag, den 21. Mai von 15 bis 16 Uhr veranstalten die Tanten eine poetische »Bauzaunperformance« am Steintor.

Bauzaunelemente werden von Menschenhand in einer bestimmten Choreografie im Strom der Passanten bewegt, Lücken öffnen und schließen sich. Schöne und traurige aber auch hoffnungsvolle Bilder können entstehen, um poetisch Möglichkeiten und Situationen darzustellen von dem, was weit weg von uns passiert – aber auch wie schön es wäre, die Grenze zwischen zwei Menschen oder zwei Nationen zu überwinden oder zu einer Brücke zu machen.

Hierzu suchen wir noch Menschen, die mitmachen möchten und in die Bauzaun-Choreografie mit einsteigen wollen. Dafür mußt Du kein Künstler oder Tänzer sein, jeder kann dabei sein!
Momentan suchen wir auch noch Musiker, die ca. eine Stunde das Geschehen begleiten.

Am 18., 19. und 20. Mai gibt jeweils es am Theater die Möglichkeit, schonmal ein bisschen gemeinsam zu üben - genaueres gerne auf Nachfrage!

Bei Interesse schreibt uns gerne ein Mail - oder teilt diesen Eintrag gerne auch mit Euren Freunden! (Mit einem der schicken Buttons hier unten.)

Mehr Infos zu den Tanten und den Workshops findet ihr auch hier oder auf tantetrottoir.de.

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Morgen ist es soweit und der erste Workshop »Positiver Aktionismus« vom »wundersamen Aktionsbündnis der Tante Trottoir« startet bei voraussichtlich perfektem Wetter! Seit Montag wohnen die Tanten Astrid und Lisa nun schon bei uns und haben nicht nur fleißig geplant, sondern sind gleich am ersten Tag schon in die Stadt gezogen für eine kleine Performance-Aktion - um den eigenen Schweinehund ein bisschen zu trainieren:

Wie passend für alles, was die Tanten und ihre Aktionen in all ihrer Unterschiedlichkeit so ausmacht - wie oft denken wir uns: »Man müsste mal...« , »es wäre doch toll, wenn man mal...« oder ähnliches. Und leider leider leider bleibt es dann viel zu oft dabei, die Idee vertrocknet oder der Schweinehund zerrt an der Leine oder es verlässt einen einfach der Mut oder der Schwung.

Gerade heutzutage ist das Gefühl, dass es eigentlich zig Dinge gäbe, die man dringend anpacken oder für die man sich engagieren sollte extrem vorherrschend - im kleinen Persönlichen sowie im großen Politischen und Gellschaftlichen.

Und ich glaube, was die »Tanten« hierbei mitbringen und vermitteln können, ist dabei wieder Lust, Freude und einen sehr positiven Ausgangspunkt aufzubauen. Sowohl bei sich selbst und bei den Performern, als auch bei allen Zuschauern. Was nicht heißen muss, dass jetzt jeder von uns sofort mit Aktionen auf die Straße eilen sollte - aber »positive Motivation« zu finden und zu erhalten, das scheint momentan eine der zentralsten Übungen für uns alle zu sein.
Wir merken uns unsere schlechte Erfahrungen meist besser als die guten - und die guten Ideen oder positiven Entwicklungen sind einfach meist sehr viel leiser als die lauten Zwischenrufe der schlechten Nachrichten oder Strömungen.

Vielleicht sind ja diese Workshoptage gute Schulungen, die Ohren und Augen wieder mehr aufs Positive zu richten - nicht aus Eskapismusgründen, sondern eben genau um sich die Motivation, den Schwung und die Kraft zu erhalten, weiter aktiv zu bleiben oder auch neu und vielleicht mal ganz anders aktiv zu werden. Und auch andere dabei mit ins bunte Boot zu holen.

Ich freue mich jedenfalls auf einen inspirierenden und kreativen morgigen Workshoptag mit den »Tanten«!

Und wir freuen uns natürlich, jeden von Euch dort zu sehen! :*

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Ein kleines Interview
05. Apr 2016 von Theater

In »Vom Verschwinden der Li...« steht die Schauspielerin Alexandra Martini zum ersten Mal auf der Glocksee-Bühne. Damit auch ihr sie schonmal ein bisschen kennenlernen könnt, hat sie uns ein paar Fragen über sich selbst und das neue Stück beantwortet:

Du spielst im aktuellen Stück "Vom Verschwinden der Li..." . Was verschwindet da denn und warum?
- Alles verschwindet, nichts ist bleibend. Also das ist glaube ich die Realität im Stück.

Du lebst ja in Berlin und spielst das erste Mal im THEATER an der GLOCKSEE. Nenne 3 Dinge, die Du immer einpackst wenn Du auf Gastspiel bist.
- Espressokanne, Jogginghose, Musik

Hättest Du Ödön von Horváth in der Grundschule wegen seines Namens gemobbt oder ihn verteidigt?
- Ich hätte ihn Ödem von Horváth genannt.

Ihr arbeitet ja mit Inspirationen von »Bertas Beschwerdebox«, einem Papphäuschen, das wir im Mai 2015 in der Lister Meile aufgestellt haben und in dem sich Passanten unter 4 Augen über alles mögliche beklagen konnten und sie unerwarteterweise sehr persönlich ihre Seele ausgeschüttet haben. Warum ist das so passiert, was meinst Du?
- Normalerweise ist ein Kontakt mit fremden Menschen ja immer an Bedingungen geknüpft: Ich spreche mit der Verkäuferin nicht einfach so, sondern weil ich ein Brötchen kaufen will zum Beispiel. Ich kann mir vorstellen, dass dieses bedingungslose Angebot der Beschwerdebox einige Leute sehr geöffnet hat, eine Einladung für sie war.

Berge oder Meer?
- Meer.

Unser Spielzeitmotto für 2016 ist »alles Gute«. Wie verstehst Du das persönlich in Bezug auf »Vom Verschwinden der Li...«?
- Ein Mann springt aus dem zehnten Stock und sagt sich im Flug: Bis hierhin lief es noch ganz gut.

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Podcast

Folge 7
über »House of Love«

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