Der letzte Nerv

Eine psychosomatische Projektentwicklung in einer Welt an der Schmerzgrenze.

Termine

7. / 8. / 12. / 14. / 15. / 19. / 21. / 22. / 26. /
28. / 29. September   / 3. Oktober

 

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In unserer Projektentwicklung arbeiten wir zum dritten Mal mit dem Mediziner und Theatermacher Tugsal Mogul zusammen und widmen uns diesmal unserem aktuellen Geisteszustand: Wie kommt es, dass immer mehr Menschen unserer Gesellschaft immer öfter »ausbrennen« und sich zurückziehen müssen, um wieder »aufzutanken/aufzuladen«? Wann wurden uns die Akkus eingebaut und wieso machen die meisten so bereitwillig mit beim Energie absaugen und wieder aufladen, anstatt das System generell zu hinterfragen? Ist unsere Welt so »nervtötend« geworden? Aber wohin sollen wir denn dann? 
Wir begeben uns in Wellness-Schuppen, psychosomatische Kliniken, Klapsmühlen und Kindergärten, Bewusstseinsschulen und Meditationsklassen auf die humorvolle und tragisch-komische Suche nach Geschichten zum sagenumwobenen letzten Nerv.

Ensemble Andrea Casabianchi, Helga Lauenstein, Jonas Vietzke.
Regie & Textfassung
Lena Kußmann.
In Zusammenarbeit mit Tugsal Mogul.
Kostüm Juliane Kalkowski.
Bühne Jwan Khalaf, Pauline Knoblauch.
Special Guest Kassandra Speltri.

Gefördert durch Stiftung Niedersachsen, Landeshauptstadt Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Pressestimmen

»Regisseurin Lena Kußmann und ihrem Ensemble (Andrea Casabianchi, Helga Lauenstein, Jonas Vietzke) gelingt es, extrem realitätsnah und auf hohem schauspielerischen Niveau psychische Erkrankungen darzustellen. Der verstörende Engtanz des Designers mit einem unbeschriebenen Flipchart verdeutlicht eindringlich und so simpel das Symbol seiner Angst. Der gläserne Helm der Astronautin steht für die Glocke, die Betroffene unfreiwillig, meistens jedoch bewusst auf und über ihrem Kopf tragen. Sie schützt vor der Außenwelt und isoliert zugleich. Dämmt und verzerrt die Wahrnehmung. Antriebslosigkeit und Perspektivlosigkeit, Selbstaufgabe und Zerstörungswut. Szenen- und Kostümbild unterstreichen das konsequent. Vor allem in den leisen, ruhigen Szenen entsteht eine beklemmende Intensität. Und abrupte Bilder- und Atmosphärenwechsel erschweren es, die Gefühle und das Krankheitsbild der Patienten und Therapeuten einzuordnen, gar zu verstehen – wie im wahren Leben. ⭑⭑⭑⭑⭒ « ...mehr lesen
- Neue Presse, Aline Westphal, 16.06.2018


»Es stellt sich schon sehr bald die Frage wer eigentlich nicht an der Welt mit all ihren Anforderungen leidet? Und was kann diese spezielle psychosomatische Klinik in punkto Heilung überhaupt leisten? Läd man hier lediglich seinen Akku wieder auf um bis zur nächsten Kur zu funktionieren? (...) Was Theater aber leisten kann, und das ist dem an der Glocksee bemerkenswert gut gelungen, ist, dass die Besucher nachvollziehbare Erfahrungen auf der Bühne sehen und beginnen über sich und ihr Leben zu reflektieren. Und gelungen ist es dem Ensemble weil sie eine Ebene gefunden haben die sperrigen und peinlichen Momente in Humor zu fassen, so dass sie die Menschen erreichten. Eine Kunst welche dem Theater wieder die Ernsthaftigkeit verleiht schweres leicht zu servieren und es vom Publikum im Herzen nach Hause zu tragen. (...) Dann findet Theater nicht nur auf der Bühne statt, sondern im Besucher, seiner Welt und seiner Erfahrung. Oder um es mit einem Zitat aus dem Stück zu sagen: „Dinge brauchen Raum damit wir sie wahrnehmen können.“ Und genau dieser Raum wurde hier geschaffen und gegeben. Ich kann „Der letzte Nerv“ nur wärmstens empfehlen. Die Kunst des Theaters atmet hier den Geist des 3. Jahrtausends.« ...mehr lesen
- Verlag (eigene werte), Friedo Stucke, 15.06.2018

Fotos: Jonas Wömpner

Kommentare

Klingt spannend! Ich freu mich schon !

Inga

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