Raskolnikow - humanity is overrated

Projektentwicklung nach Dostojewski und Berardi.

Termine

21. / 22. / 26. / 28. / 29. April
3. / 5. / 6. / 10. / 12. / 13. / 17. / 19. / 24. / 26. Mai

»Ein Funke fiel auf Raskolnikows Brust. Sollte dieser schwarze Teer, der seine Seele schon so lange in Besitz nahm, doch nicht die ganze Wahrheit sein?«

Willkommen, bienvenue, welcome - in der Fieberwelt Raskolnikows, des Protagonisten aus Dostojewskis »Schuld und Sühne«.
Ein junger Student zieht sich von der Außenwelt zurück und spinnt eine Ideologie zusammen: Er trennt zwischen »gewöhnlichen« und »außergewöhnlichen« Menschen – sein Manifest mit grausamer Todesfolge spiegelt sich auch in Formulierungen realer Attentäter wider. Auf der Suche nach dem Ursprung solcher Gedankenwelten wagen wir uns in die Geisterbahn seines Kopfes und suchen in ihm, in uns und unserer Welt nach einer Fährte. Das Theaterprojekt auf der Grundlage des Romans von Dostojewski (1866) und Franco Berardis Recherche »Helden« (2016) verdichtet Kneipengeschwätz, Talkshows, Fieberträume und verpasste Chancen zu einem surrealen Wahn - in dem die Hoffnung immer nur eine Haaresbreite entfernt ist.

»Denn das muss sein, jeder Mensch muss irgendwohin gehen können. Weil es Zeiten gibt, da muss man unbedingt irgendwohin gehen können, ganz gleich, wohin!« (Marmeladow aus »Schuld und Sühne«)

Ensemble Achmed Ole Bielfeldt, Rebecca Junghans, Jonas Vietzke.
Künstlerische Leitung Lena Kußmann.
Bühne Britta Bremer.
Kostüm Juliane Brösemann.
Regieassistenz Almut Kranz.
Licht Timo Staaks, Magnus Unverricht.

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