Dichter dran

Telefon-Format

Wo sind sie, die vielen Stimmen? Die lebendigen, die verstummten, die toten und die wieder erweckten? Die vielstimmigen Auseinandersetzungen, die stimmungsvollen Begegnungen? 
Wir haben Euch (unser Publikum) gebeten, uns zu schreiben, was Ihr vermisst und was Ihr Euch von uns, vom Theater wünscht (ein kleiner Auszug): »Hören, fühlen live! / Macht weiter! Ihr regt zum Nachdenken an. / Begegnungen, ganz gleich in welcher Form. / Wieder live von euch berührt zu werden. / Was menschlich verbindendes. / Verzauberung. / dass Ihr Eurer Nähe zum Publikum, treu bleibt / uns jetzt Hoffnung geben, Visionen, Ideen, Ausflüge von unserem Alltag. / uns wieder in andere Welten entführen.«

Leibhaftig und live? Das können wir. Begegnung und Nachdenken? Das können wir versuchen. Berührung und Verzauberung? Eine Umarmung trotz körperlicher Distanz?

Milena Fischer hat sich auf die Suche begeben und mit Uta Krause eine Sprachzauberin gefunden, die vertraut ist mit Stimme und Hörer.

Gemeinsam haben sie die Dichter um Hilfe gebeten und einige gewonnen, die Euch mit Denkanstößen, Trost, Verführung, Kurzweil begegnen wollen und bei Bedarf auch einer Empörung Luft machen können. Und das von Uta direkt durch die Muschel ins Ohr. 
Das einzige, was Ihr braucht: Neugier und ein Telefon. Und wir: einen Terminwunsch. Es wird bei Euch klingeln – und dann: Dichter dran!



Übrigens zeigt sich die Schwarmintelligenz auch auf schöne Weise in dieser Zeit des Experimentierens mit neuen Formaten: das Schauspiel Hannover trägt mit seinem Projekt »Bei Anruf Wort« parallel ebenso zur Stimmenvielfalt in Hannovers Telefonen bei!

Teil unserer 2021er Projektreihe
PLUS X – Experimente im dionysischen Vakuum

Termine

16. März — 19 / 20 / 21 Uhr
18. März — 18 / 19 / 20 / 21 Uhr
19. März — 18 / 19 / 20 / 21 Uhr
23. März — 19 / 20 / 21 Uhr
25. März — 18 / 19 / 20 / 21 Uhr
26. März — 18 / 19 / 20 / 21 Uhr
30. März — 19 / 20 / 21 Uhr

  via Telefonanruf

Eintritt 10 € / 30 € Support-Ticket

Dauer 30 Minuten (bei Wunsch auch länger oder kürzer)

1 Person pro Zeitslot


Mit Uta Krause.

Entdeckt von Milena Fischer.

Gefördert durch
Presse

»Die Sehnsucht nach dem Austausch spricht aus dem Format. Und darum hat nun nicht nur das Schauspielhaus damit begonnen, sondern auch das Theater an der Glocksee. Die freie Bühne, schon im vergangenen Jahr sehr kreativ in der Krise, hatte vor wenigen Wochen sein Publikum befragt, was es sich wünscht in dieser Zeit, in der klassische Formen des Theaters nicht möglich sind.
„Begegnungen, ganz gleich in welcher Form“, „Verzauberung“ oder „Visionen, Ideen, Ausflüge von unserem Alltag“ waren Antworten. Die Kreativen wollen auf diese Wünsche mit unterschiedlichen Formaten reagieren, unter dem Titel „Plus X – Experimente im dionysischen Vakuum“. „Dichter dran!“ heißt ihre Version der telefonischen Poesie-Vermittlung – Regisseurin Milena Fischer hat dafür die Vorleserin Uta Krause entdeckt, eine große Literaturliebhaberin.
Sie hat, sagt sie am Apparat, „kleinere, größere literarische Kostbarkeiten mitgebracht“. Sie begibt sich, jedes Wort auskostend, auf die Suche nach dem verlorenen Zustand zwischen Wach- und Schlafzustand, wo die Grenzen von Raum und Zeit aufgehoben sind.« → mehr lesen
- Neue Presse, Stefan Gohlisch, 16.03.2021

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Am Telefon: Uta KrauseAm Telefon: Uta Krause
Geboren 1968 in Stuttgart. Nach dem Abitur absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Theaterakademie Spielstatt Ulm. Erste Engagements führten sie ab 1993 ans Grillotheater Essen, die Freien Kammerspiele Magdeburg und die bremer shakespeare company. Von 2001- 2006 spielte sie am Staatstheater Stuttgart (u.a. „Die Konrad“ in Thomas Bernhards „Kalkwerk“) am Schauspiel Frankfurt und Staatstheater Hannover und war Ensemblemitglied am Zimmertheater Tübingen (u.a. Franz Kafkas „Bau“) und am Theater Luzern. Dort spielte sie in zahlreichen Romanbearbeitungen eng verbunden mit Puppenspielerinnen. In den Jahren 2006 – 2010 war sie Ensemblemitglied am Theater Freiburg und wurde als drei der „Schwarzen Jungfrauen“ (Feridun Zaimoglu) zu den Autorentheatertagen 2007 ins Thalia Theater Hamburg eingeladen und war u.a. in einem Solo über Petra Kelly („Fremdwerden“) zu sehen. In Freiburg lernte sie u.a. den Regisseur Uli Jäckle kennen und war/gab in seinem Freiland-Gemüsekrimi im Kaiserstuhl nebst einer Essiggurke eine Schnecke im Nadelstreifenanzug (Reiseleiter) und beim Heersumer Sommertheater 2010 Guido Westerwelle. Seit 2010 ist sie freischaffend tätig. Ab 2012 gastierte sie am Landestheater Tübingen. 2015 schloss sie eine Fortbildung zur Mediatorin ab. Ab 2016 gastierte sie am Theater Erlangen und am Theater Aachen. Sie liebt die Zusammenarbeit mit Musikern und ist Mitglied im Ensemble „Klub27“ um die Autorin Katja Hensel und wirkt in „Wie Europa gelingt“ als Spanien und Zypern mit. Seit 2019 gastiert sie bei der bremer shakespeare company.