Die Spitzen der Wurzel
Plantkingdom – Fremde Welten IX

Eine akustisch-botanische Suche nach Gemeinschaft

Ein Menschenleben umspannt um die hundert, ein Baumleben bis zu zehntausend Jahre.
»Die Pflanzen sind die ersten Augen, die sich auf die Welt gelegt und sich geöffnet haben, sie sind der Blick, der sie in all ihren Formen wahrzunehmen vermag«, schreibt Emanuele Coccia in ›Die Wurzeln der Welt‹.
Was bleibt uns, wenn der Mensch die Welt naturgemäß allein auf anthropozentrische Weise betrachtet? Auf der Suche unsere Sinne zu erweitern haben wir mit denen gesprochen, die sich am Rande unserer menschlichen Lebenszeitspanne befinden. Fünfjährige und Menschen zwischen Siebenundsiebzig und Hundert. In einer Umarmung unserer hundert Jahre teilen sie ihre Sicht auf Pflanzen – und die Welt.
Ein philosophisch-pflanzliches Hörerlebnis mit denen, die sagen was ›ist‹ und denen, die ›sind‹.

   Wegen den aktuellen Lockdown-Einschränkungen können wir leider keine begleitenden Päckchen mehr bereitstellen.
Wir empfehlen aber: Macht es euch mit einem feinen Getränk gemütlich und stellt euch eine Pflanze als Mithörerin in die Nähe!


DIE SPITZEN DER WURZEL ist Teil 9 unseres großen Jahresprojekts PLANTKINGDOM – FREMDE WELTEN, in dem wir uns in diversen Formaten künstlerisch mit der Pflanzenwelt auseinandersetzen.

→ Zum Livestream

Termine

Dezember 2020 + Januar 2021

  via Livestream

Beginn 20:30 Uhr


Von und mit Andrea Casabianchi, Dennis Pörtner.
Musik
Konstantin Schulz, Michael Yves Gehrmann.
Technik-Support
Jonas Vietzke.
Onlineproduktion
labor+
Hosting
FTH.tv
Projektleitung Plantkingdom
Lena Kußmann, Jonas Vietzke.

Gefördert durch
Presse

»Das Theater, das ja sowieso manchmal ein Geschenk ist, schenkt den Zuschauern ein Überraschungspaket. Wie schön. Und welch zauberhafte Idee, so in den Zeiten der Pandemie doch ein bisschen Nähe zum Publikum herzustellen. (...) Es fühlte sich an, wie Teil einer Gemeinschaft zu sein – ein bisschen das alte Theatergefühl. (...) ›Die Spitzen der Wurzel‹ ist eine bezaubernde Theatermeditation über Abwesenheit und Zusammenhang, über Werden und Vergehen. Sie passt hervorragend in die Zeit der Pandemie, ist aber auch darüber hinaus lehrreich. Und den Chat mit den Theaterleuten am Ende der Aufführung sollte man auch beibehalten, wenn es irgendwann mit dem Theater der Anwesenheit wieder losgeht.«
- Hannoversche Allgemeine Zeitung, Ronald Meyer-Arlt, 10.12.2020

»Die Spitzen der Wurzeln sind jene Teile der Pflanzen, an denen sie am empfindsamsten sind, mit denen sie die Welt erkunden, die sie mit jedem Millimeter Wachstum erobern – und von deren Überdauern ihr Leben abhängt. Andrea Casabianchi und Dennis Pörtner, den man noch aus dem Schauspiel-Ensemble von Lars-Ole Walburg kennt, haben einen Abend konzipiert, der sich gleichermaßen herantastet an eine Welt fremder Sinne und auch den Menschen von seinen beiden Seiten der Existenz aus betrachtet. (...) Indem sie über Pflanzen reden, sprechen sie auch darüber, wie der Mensch diese Welt betritt und wieder verlässt. Vergänglichkeit in Achtsamkeit; daraus kann durchaus Schönheit entstehen. (...) Der Abend fügt sich zu einer Ahnung darüber, dass das Leben vielleicht auch anders sein könnte, würde man es nicht immer nur aus der menschlichen Warte betrachten. Die einzige Möglichkeit dazu ist Kunst.«
- Neue Presse, Stefan Gohlisch, 11.12.2020

Fotos: THEATER AN DER GLOCKSEE

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